Alte Nationalgalerie - Kolonnadenhof

Bodestr.1-3
10178 Berlin (Mitte-Tiergarten-Wedding)
Verkehrsverbindung
Hackescher Markt S5, S7, S75, S9
Tram M2
Location Website
Klassizismus Neues Museum erbaut von: August Stüler 1841-46 Nationalgalerie erbaut von: August Stüler, Heinrich Strack 1866-76

Nach seinem Regierungsantritt 1840 begann Friedrich Wilhelm IV. mit der Realisierung seiner Pläne, auf der Nordspitze der Spreeinsel "eine Freistätte für Kunst und Wissenschaft" zu errichten und die verstreuten königlichen Sammlungen auszustellen.

Als erster Bau entstand hinter dem Alten Museum 1841-46 das Neue Museum von Friedrich August Stüler. Es gilt als das bedeutendste Berliner Bauwerk des nachschinkelschen Klassizismus. Museumsgeschichtlich ist es insofern bedeutsam, als erstmals die innere Ausgestaltung konsequent auf die Exponate, hier vor allem der ägyptischen Sammlung, abgestimmt war. Auch bautechnisch handelte es sich um eine hochmoderne Anlage. Als letzter Teil der Museumsinsel ist das Neue Museum nach wie vor Ruine, in den kommenden Jahren soll es nach einem Entwurf des britischen Architekten David Chipperfield rekonstruiert und modern erweitert werden.

Zum von Friedrich Wilhelm IV.und Stüler ausgearbeiteten Plan gehörte auch eine Festhalle für die Universität. Stüler entwarf einen antiken Tempelbau auf hohem Sockel mit vorgelegter doppelläufiger Freitreppe. Der Bau war vor allem auf die städtebauliche Fernsicht an der Nordostseite der Spreeinsel angelegt.Im Untergeschoß sollten Hörsäle untergebracht werden. Das Projekt wurde jedoch nie verwirklicht. Erst als 1861 der Bankier Wagener dem Staat seine Sammlung mit der Auflage vermachte, eine Nationalgalerie zu gründen, griff man auf Stülers Konzeption zurück. Der Bau war zwar nicht optimal für Museumszwecke, doch die freie Lage und seine Höhe garantierten genügend Licht. Die Bauausführung übernahm nach Stülers Tod 1866-76 Heinrich Strack, von dem auch die Entwürfe zur Innenausstattung stammen.
Copyright: Cobbers, Arnt: Architekturführer. Die 100 wichtigsten Berliner Bauwerke. 4. Auflage, Berlin: Jaron Verlag(Externer Link) - aus : Berlin.de

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